Die meisten Menschen verbinden Madagaskar wahrscheinlich hauptsächlich mit Lemuren, Vanille und Pfeffer. Tatsächlich hat Madagaskar aber auch eine sehr reiche und spannende Geschichte und Kulturgeschichte, über die Sie heute ein wenig mehr lernen.
Obwohl Madagaskar heute eine Republik ist, hat das Land eine lange Geschichte von Königen und Königinnen. Und die Hauptstadt Antananarivo, die im täglichen Sprachgebrauch oft auch einfach nur „Tana“ genannt wird, steht seit vielen Jahrhunderten im Mittelpunkt dieser Geschichte.
Die Stadt befindet sich im zentralen Hochland Madagaskars, in dem das Volk der Merina lebt. Sie wurde im frühen 17. Jahrhundert von König Andrianjaka, einem lokalen König der Merina, gegründet und damals Analamanga genannt. Er vertrieb eine rivalisierende ethnische Gruppe und begann langsam, sein Königreich aufzubauen. Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Stadt in Antananarivo umbenannt.
Im Jahr 1787 gelang es dem König der Merina, Andrianampoinimerina, mit geschickten Allianzen und raffinierten politischen Schachzügen das Land zu vereinen und der erste König von ganz Madagaskar zu werden.
Der Grund, warum Sie heute Nachmittag den Queen´s, und nicht den King´s Palace besuchen? Madagaskars Königinnen sind weitaus berühmter als die Könige des Landes.
Die berühmteste von ihnen ist Königin Ranavalona I., die von 1828 bis 1861 regierte. Sie wurde auch als „die verrückte Königin“ bezeichnet, und Sie können sich darauf freuen, heute mehr über sie zu hören! Sie werden auch die letzte Königin des Landes treffen, Königin Ranavalona III., die im späten 19. Jahrhundert ins Exil geschickt wurde, als die Franzosen in Madagaskar einmarschierten und die Insel kolonisierten.
Die geführte Tour durch den Palast ist sehr interessant und bietet einen guten Einblick in die Geschichte Madagaskars.
Nach dem Mittagessen führt die Reise in Richtung östliches Madagaskar und zum wunderschönen Andasibe-Mantadia Nationalpark.
Nach ein paar Stunden Fahrt durch eine hügelige Plateaulandschaft mit vielen Reisfeldern ändert sich die Landschaft. Die Hügel werden höher und die Wälder dichter. Hier und da können Sie den Fluss am Boden der Täler erspähen.
Am Nachmittag erreichen Sie den Andasibe-Mantadia Nationalpark, wo Sie für die nächsten drei Nächte in Ihrem Hotel einchecken.
Die Grundlage für den Nationalpark wurde 1970 von den Franzosen gelegt. Sie gründeten das Spezial-Reservat Analamazoatra, um den Wald und die einzigartige Artenvielfalt der Region zu erhalten. Im Jahr 1989 wurde der Mantadia Nationalpark neben dem Reservat errichtet, und zusammen heißen die beiden Gebiete heute Andasibe-Mantadia Nationalpark.
Bereits nach Sonnenuntergang erwartet Sie die erste geführte Wanderung, bei der Sie nach den nachtaktiven Lemuren Ausschau halten. Insbesondere Mauslemuren stehen im Mittelpunkt dieser Wanderung. Es sind winzige Lebewesen – von der Größe einer kleinen Maus – und sie springen schnell und elegant zwischen den Ästen der Bäume umher, als wären sie Eichhörnchen. Es ist kein Wunder, dass eine der Arten, der Goodman-Mausmaki, erst im Jahr 2005 entdeckt wurde! Halten Sie auch Ausschau nach Stabheuschrecken, Fröschen und Chamäleons.